Die Belastbarkeit von Terrassenbelägen auf Stelzlagern hängt von verschiedenen Faktoren ab: Dazu zählen die Tragfähigkeit der Lager, die gewählte Lastenverteilung, das Gewicht und das Material des Plattenbelags (Plattendicke, Plattengröße usw.) sowie die Qualität des Untergrundes.
Grundsätzlich kann Folgendes gesagt werden:
1. Tragfähigkeit der Lager:
Hochwertige Stelzlager aus witterungsbeständigem Kunststoff (z. B. TRIAS HELIX) können Punktlasten von ca. 300–500 kg pro Stellfuß tragen. Die genaue Tragfähigkeit ist von der jeweiligen Bausituation abhängig und den aktuellen technischen Angaben zu entnehmen. Achtung: Höhere Lager können geringfügig weniger Last aufnehmen.
2. Gewählte Lastverteilung:
Bei der einfachen Verlegung auf Kreuzfuge wird die Last über die vier punktuellen Auflagen an den Ecken abgeführt. Das kann ausreichen. Bei sehr großen Platten, schweren Materialien und hoher Nutzlast ist jedoch meist ein zusätzliches Mittelstelllager erforderlich, um Durchbiegen oder Spannungen zu vermeiden.
3. Qualität des Untergrundes:
Der Untergrund spielt für die Stabilität der Terrasse eine sehr große Rolle. Ist er belastbar, beispielsweise durch ein verdichtetes Schotterbett oder tragfähigen Beton, bietet er eine dauerhaft funktionierende und sichere Auflage für die gesamte Terrassenkonstruktion. Bedenken Sie: Nachträgliche Senkungen des Bodens sind immer sehr ärgerlich und erfordern eine Demontage der gesamten Konstruktion. Achten Sie deshalb besonders auf die Stabilität der Basis.
4. Dachterrassen und/oder Untergrund aus Dämmstoff:
Bei diesem Untergrund ist die zulässige Druckspannung des Dämmstoffs der maßgebende Faktor für die Stabilität. Eine erhöhte Anzahl von Stelzlagern sowie der Einsatz von überstehenden Lastverteilungsplatten sind hier notwendig, um die punktuelle Belastung effektiv zu reduzieren und den Dämmstoff zu schützen.
Bedenken Sie: Um Ihre individuelle Bauweise vorab abzusichern, ist eine fachliche Beratung für den Dämmstoff-Untergrund und die Abdichtung in jedem Fall sehr empfehlenswert. Achten Sie besonders auf die Materialverträglichkeit, um langfristige Schäden an der Dämmschicht zu vermeiden.
Exakte Angaben zur maximalen Belastung entnehmen Sie bitte den Montageanleitungen der Hersteller.
Berücksichtigen Sie außerdem immer die Nutzlast durch Personen, Möbel etc. Auch Schneemengen, Wind und Regen fallen sprichwörtlich ins Gewicht.